Kleine Chronik aus 4 Jahrzehnten

1974 bis heute ... das ist eine lange Zeit. Und auch wenn ich von Anfang an dabei war, zunächst als Schüler, später als Lehrer, habe ich doch immer nur Aspekte der Musikschulgeschichte miterlebt. Daher kann diese Chronik nicht vollständig sein, und zunächst wird es wohl eher ein Sammelsurium von erinnerten Geschehen und Terminen sein. Ich hoffe jedoch, im Laufe der Zeit unter Mithilfe vieler "Ehemaliger" eine passable Rekapitulation der 30 Jahre unserer Schule anbieten zu können.
(Martina Klusmeier, im März 2004)

1973

Der Förderkreis zur Gründung einer Musikschule für die Stadt Bad Oeynhausen wird aktiv. Leitung damals: Dagmar Hillebrandt.

Nach anhaltenden Gesprächen mit der Stadt wird die Einrichtung der "Musikschule der Stadt Bad Oeynhausen" beschlossen.

Im November nimmt die Musikschule die Arbeit auf, zunächst auf  Verwaltungsebene.

Musikschulleiter Karl Heinz Keinemann und Verwaltungsfachkraft Heidrun Jelkmann sind die ersten Tätigen.

Das Musikschulgebäude in der Wiesenstraße 8 kann von den Johanniter-Ordenshäusern angemietet werden.

1974

Im Januar findet ein erstes, von Leiter Karl Heinz Keinemann organisiertes Konzert statt, das die Musikschule als öffentliche Einrichtung bekannt machen soll und großen Zuspruch findet. Die ersten Lehrkräfte an der neuen Schule:

  • Karl Heinz Keinemann (Gitarre, Akkordeon, Orchesterleitung)
  • Armin Wenig (Blas- und Streichinstrumente)
  • Friedmar Spengler (Flöte, Klavier, Akkordeon)
  • Ute Treude (AME, Blockflöte)  * AME: Allgemeinde Musikerziehung, beeinhaltet Musikalische Grundausbildung und Musikalische Früherziehung
  • Wolfgang Sorgatz (Chor)
  • Frieda Schaekel (Klavier, Blockflöte)
  • Hermann Puls (Trompete)
  • Günter Ludwig (Trompete)

Armin Wenig ist zunächst zugleich Hausmeister und bewohnt das obere Stockwerk in den gemieteten Räumen.

Die ersten Ensembles:

  • Akkordeonorchester Bad Oeynhausen
  • Zupfensemble Bad Oeynhausen


1975

  • Dieter Olschewski (Gitarre)
  • Lilli Plass-Rieser (Blockflöte)


1976

  • Klaus-Peter Meyer (Orgel)


1977

  • Harald Funke (E-Orgel)
  • Martina Rasche (Gitarre, Akkordeon, Musikalische Grundausbildung, Blockflöte, Musiktheorie)
  • Regine Köster (Blockflöte)
  • Angelika Wilkening (AME, Blockflöte)


1978

  • Gisela Meyer-Wintzer (Blockflöte)


1979

  • Walter Grehl (Klavier)
  • Klaus Schaube (Violine, Klavier, Schlagzeug)
  • Klaus Koopmann (Gitarre, Mandoline, Blockflöte)


1980

Susanne Brinkmeier, Akkordeonistin und Schülerin von Karl-Heinz Keinemann, gewinnt in Wiesbaden den "Deutschen Akkordeon-Musikpreis".

  • Ludwig Harre (Trompete)
  • Bernd Husemöller (Gitarre, Blockflöte)
  • Ekkehard Lack (Klavier)


1981

Die erste Fahrt der Musikschule nach Wear Valley findet statt. Die Musikschule unterstützt damit den damals regen Austausch zwischen Bad Oeynhausen und seinen Partnerstädten.

Akkrodeonlehrer Manfred Weiß gründet das Akkordeon-Quintett der Musikschule.

  • Michael Ihlefeld (Klavier)
  • Ingrid Herter (Blockflöte)
  • Yutaka Suzuki (Cello, Gitarre, Klavier)
  • Manfred Weiß (Akkordeon, Klavier)
  • Karin Royas-Lazo (Klavier)
  • Ute Sorgatz (Blockflöte)
  • Elke Schary (Klavier, Gesang)


1982

Februar: Das Akkordeonorchester der Musikschule nimmt eine eigene Schallplatte auf. Titel: "Ausflüge", nach dem Titelstück, einem Werk von Rainer Glen Buschmann. Solistin innerhalb des Orchesters ist Susanne Brinkmeier, mehrmalige Siegerin bei Jugend musiziert und vergleichbaren Wettbewerben.

  • Jörg Dreier (Trompete, AME, Klavier, Musiktheorie)
  • Ralf Janssen (Trompete, Klavier)

Die Musikschule hat ein Folklore-Ensemble (Leitung: Dieter Olschewsky)


1983

  • Doris Ehlenbröker (Klavier, Blockflöte)
  • Nanni Mauritz (Musikalische Grundausbildung, Blockflöte)

1984

Die Musikschule feiert ihr 10jähriges Bestehen; im Laufe des Jahres finden Konzerte zu allen Instrumentalbereichen statt.

das Lehrerkollegium im Jubiläumsjahr setzt sich wie folgt zusammen:

  • Jörg Dreier
  • Doris Ehlenbröker
  • Harald Funke
  • Walter Grehl
  • Ludwig Harre
  • Ingrid Herter
  • Bernd Husemöller
  • Michael Ihlefeld
  • Ralf Janssen
  • Karl Heinz Keinemann
  • Martina Klusmeier, ehem. Rasche
  • Regine Köster
  • Klaus Koopmann
  • Ekkehard Lack
  • Wolfgang Lack
  • Günter Ludwig
  • Nanni Mauritz
  • Klaus-Peter Meyer
  • Gisela Meyer-Wintzer
  • Hermann Puls
  • Dieter Olschewsky
  • Karin Royas-Lazo
  • Utge Sorgatz
  • Friedmar Spengler
  • Klaus Schaube
  • Frieda Schaekel
  • Elke Schary
  • Yutaka Suzuki
  • Ute Treude
  • Manfred Weiß
  • Armin Wenig
  • Angelika Wilkening

Juli: Dreißig Schüler und Lehrer der Musikschule verbringen eine vierzehntägige Orchesterreise in Bellville/USA; gedacht ist diese Reise als Auftakt zu einer Städtepartnerschaft, die dann aber doch nicht zu Stande kommt.

September: die Musikschule verlässt ihre Räumlichkeiten im Johanniterhaus an der Wiesenstraße und zieht vorübergehend in die leerstehende "Präses-Koch-Mehme" an der Steinstraße. Der Umzug wird fällig, da die neuen Räume in der "Roten Schule" noch nicht fertiggestellt sind.

Die Freundschaft macht es: Manfred Weiß (Musikschule Bad Oeynhausen), Friedrich Bornemann (Musikschule Löhne) und Susanne Donis (Musikschule Dortmund) stellen im Oktober ein erstes Gemeinschaftskonzert von vier Akkordonensembles auf die Beine (Harrehof in Werste)

Im November erreicht eines dieser Ensemble, das O.L.D., (Oeynhausen/Löhne/Dortmund) beim "Rudolf-Würthner-Pokal 1984" immerhin einen beachtlichen 5. Platz.

Zu den Ensembles der Musikschule ist ein Salonorchester gekommen (Leitung: Karl Heinz Keinemann).

1985

29. August: Martina Klusmeier, Elke Steinmeier, Anke Wiese, Manfred Weiß und Hans-Jochen Kelle stellen im Rahmen eines Konzertes erstmalig ein Akkordeonquintett mit zeitgenössischer klassischer Akkrodeonmusik vor.

Musikfahrt nach Fismes:
Karl Heinz Keinemann bringt ein Geschenk mit - die eigens für diesen Anlass komponierte "Fismes musi";
Gitarren-, Flöten- und Akkordeongruppen der Musikschule verbringen vier Tage in der Partnerstadt;

22. Oktober: der Musischulwettberwerb 1985 steht unter dem Motto: "Neue Musik"

1986

25. April: die Musikschule zieht in die renovierte "Rote Schule" und findet damit die jetzige Heimat.

Im Herbst wird im Rahmen einer Orchesterfreizeit in Andreasberg/Harz die erste Big Band der Musikschule gegründet. Leitung: Armin Wenig.

Im Rahmen der in den Achtziger Jahren verstärkt wahrgenommenen zeitgenössischen Musik für das Akkordeon findet im Oktober ein Konzert mit Original-Musik aus den Jahren 1940 - 1949 unter Leitung von Akkordeonlehrer Manfred Weiß statt.

Der Förderkreis beschenkt die Musikschule: der Steinway-Flügel hält Einzug, ebenso ein Gemälde des Bad Oeynhausener Künstlers Arthur Meier zu Küingsdorf.
Die Übergabe von Flügel und Gemälde erfolgt im Rahmen eines Festabends mit dem Pianisten Professor Franzpeter Goebels am 30.11.1986.


Die meisten hauptamtlichen Lehrkräfte der Musikschule auf einen Blick::
Armin Wenig, Walter Grehl, Jörg Dreier,Klaus Schaube, Michael Ihlefeld, Dieter Olschewsky, Friedmar Spengler, Ute Treude, Karlheinz Keinemann

1987

In einem Gesprächskonzert am 2. Juli stellt Professor Jürgen Ulrich (Musikhochschule Detmold) unter Mitwirkung von Schülern und Lehrern der Musikschule einen Ausschnitt seiner Werke vor.

Eine Konzertreise führt das Akkordeon- und Gitarrenorchester der Musikschule nach Stockholm.

  • Alexander Flory (Akkordeon)

Alexander Flory bleibt nur für drei Monate an der Musikschule und geht dann nach Süddeutschland. Für ihn kommt

  • Beatrix Recktenwald (Akkordeon, Klavier)


1988

Landesmusikschultage in Bad Oeynhausen mit einer Uraufführung; speziell für diesen Anlass hat Professor Jürgen Ulrich (Musikhochschule Detmold) das "Westfälische Capriccio" komponiert .

Rund 2000 junge Leute aus den Musikschulen des gesamten Regierungsbezierde Detmold treffen sich zu einem umfangreichen musikalischen Angebot im Kurpark Bad Oeynhausen.

Die Musikschule ist vertreten mit dem Kinderchor (Leitung: Ute Treude), dem Flöten-Ensemble (Leitung: Friedmar Spengler), dem Streicher-Ensemble (Leitung: Klaus Schaube), der Big Band (Leitung: Armin Wenig), dem Gitarren-Ensemble (Leitung: Karl-Heinz Keinemann) und dem kammermusikalischen Programm.

  • Klaus Walder (Gitarre, Violine)


1989

Akkordeon- und Gitarrenorchester der Musikschule fahren für eine Woche nach Polen und eröffnen damit die neue Städtepartnerschaft zwischen Inowroclaw und Bad Oeynhausen.

1992

Die Musikschule entwickelt ein eigenes Konzept für die Musikalische Grundausbildung, das unter Federführung der beiden Fachkräfte Martina Klusmeier und Beatrix Recktnewald entsteht.


1993

Schüler der Musikschule machen sich stark für eine Hilfsaktion: im Dezember geben Schüler der Akkordeon-, Klavier- und Flötenklassen von Beatrix Recktenwald und Martina Klusmeier auf Anregung von Schülerin Bianca Steinmann ein Konzert, dessen Erlös  von 777,77 DM (!) der "Hilfe für Bosnien" zu Gute kommt.


1994

Zum Jubiläumsjahr sind 1014 Schüler an der Musikschule angemeldet. Das Jahr wird von vielen Konzerten und anderen Aktionen wie Sommerfest, Musikschulball u.a. begleitet.

Zum ersten Mal gibt es in diesem Jahr auch eine eigene Karnevalsfeier an der Musikschule. Diese Tradition wird für einige Jahre beibehalten.

Im Sptember erscheint die erste Ausgabe der Schülerzeitung, die leider zunächst auch die einzige bleibt.


1999

Musikschulleiter Karl-Heinz Keinemann, der die Musikschule 25 Jahre geleitet hat, geht in den Ruhestand.

Kommissarischer Leiter für ein Jahr wird Klaus Walder.


2000

Kuno Holzheimer wird neuer Leiter der Musikschule.


2001

Die Musikschule geht "ins Netz": www.ms-badoeynhausen.de entsteht.